Pfarrbrief 7/2026

„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“
(1. Mose 8,22; Jesaja 55,10)
Schade, dass wir das bekannte Gemälde "Ernte in der Provence" von Vincent van Gogh aus Rechtegründen hier nicht einblenden können, denn sonst würden Sie die dominierenden Farben von Braun, Ocker und Gelb erkennen, die uns an unsere Felder und Wiesen in diesem zu Ende gehenden Sommer erinnern....

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 Der Sommer 2026 wird uns als besonders heiß und trocken in Erinnerung bleiben. Doch inzwischen ist Herbstzeit und damit auch Erntezeit. Ernteeinbußen oder sogar ganze Ernteausfälle sind zu befürchten. Das Erntedankfest das wir am 4. Oktober in unseren Kirchen feiern, wird uns in diesem Jahr besonders vor Augen halten, wie zerbrechlich unsere Erde doch ist und dass wir uns mehr um sie bemühen müssen. Den ewigen Kreislauf des Säens und Erntens kannten auch die Menschen in biblischen Zeiten. Bei der Getreideernte schnitt man mit einer Sichel die Ähren ab und ließ die Halme stehen. Um das Korn von der Spreu zu befreien, wurden die gedroschenen Ähren in den Wind geworfen. Die Erntezeit als Zeit der Nahrungsfülle war auch die Zeit freudiger Erntefeste wie Mazzot- oder das Laubhüttenfest. Bei uns hier in Deutschland eben das Erntedankfest Anfang Oktober, mit seinen herrlichen Erntedankaltären in unseren Kirchen. Eine große Zusage Gottes macht den Menschen bis heute trotz aller Natur- und anderen Katastrophen Hoffnung. Der Regen wird immer wieder die Erde befeuchten und Samenkörner zum Sprießen bringen. Der natürliche Kreislauf von Wachsen und Vergehen wird nicht aufhören. Das versprach Gott nach dem Ende der Sintflut. Der Prophet Jesaja verwendet diese Zusage als Bild für die Verkündigung: Wie der Regen auf fruchtbare Erde fällt, wird das Wort Gottes für Wachstum sorgen.
Ihr Diakon Stefan Baumstark
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